Ski einlagern: So überwintern deine Ski ohne Schaden
Die Saison ist vorbei – und für viele endet damit auch die Aufmerksamkeit für die Ski. Das ist ein Fehler. Wie du deine Ski über den Sommer lagerst, entscheidet darüber, ob du im Herbst mit rostigen Kanten, ausgetrocknetem Belag und überspannten Bindungsfedern dastehst oder sofort loslegen kannst.
Vor der Einlagerung: Der Abschluss-Service
Bevor der Ski ins Regal kommt, braucht er einen letzten kurzen Service. Das kostet 20 Minuten und spart im Herbst viel Arbeit.
1. Kanten trocknen und einölen
Metallkanten rosten schneller als die meisten denken – besonders bei Temperaturschwankungen in Keller oder Garage. Nach dem letzten Einsatz die Kanten gründlich trocknen und anschließend dünn mit Kantenöl oder normalem Nähmaschinenöl einreiben. Kein teures Spezialprodukt nötig – Hauptsache, die Kante ist benetzt.
2. Grundwachs dick auftragen – und drauf lassen
Das ist der wichtigste Schritt: Trage ein weiches Universalwachs oder Heißwachs großzügig auf den Belag auf. Nicht abkratzen. Der dicke Wachsfilm schützt den Belag vor Austrocknung, Oxidation und dem Einwirken von Feuchtigkeit. Im Herbst schabt man ihn ab und wachst frisch – der Belag dankt es mit besserer Gleitfähigkeit.
3. Bindung auf Minimum stellen
Drehe die DIN-Einstellung auf den niedrigsten Wert. Die Federn in der Bindung ermüden sonst über Monate unter Dauerbelastung. Notiere vorher deinen normalen Wert – entweder auf einem Klebezettel direkt am Ski oder in deinem Handy.
Der richtige Lagerort
Nicht jeder Ort ist gleich gut geeignet. Die wichtigsten Kriterien sind: kühl, trocken, dunkel.
- Ideal: Trockener Kellerraum oder kühle Garage (10–18°C)
- Geht noch: Abstellraum in der Wohnung – solange es nicht zu warm wird
- Schlecht: Feuchter Keller (Kanten rosten), Dachboden im Sommer (Hitze verformt Bindungen), Outdoor-Lagerbox ohne Dämmung
Stehend oder liegend lagern?
Liegend ist ideal – kein Druck auf Schaufel oder Bindung, kein Verbiegen. Ein einfaches Regal oder der Boden reicht. Stehend geht ebenfalls, aber dann unbedingt in einem Ski-Wandhalter und nicht frei gegen die Wand gelehnt: Unter dem Eigengewicht verlieren frei angelehnte Ski über Monate ihren Rocker.
Skitasche – notwendig oder nicht?
Eine Skitasche schützt vor Kratzern und Staub, ist aber kein Muss. Wichtiger als die Tasche ist der Wachsauftrag. Wenn du eine Tasche nutzt: Achte auf Atmungsaktivität. Luftdichte Plastikfolien begünstigen Kondensfeuchtigkeit – genau das Gegenteil von dem, was du willst.
Checkliste: Ski sicher einlagern
- ☑ Ski und Bindungen gründlich reinigen und trocknen
- ☑ Kanten leicht einölen
- ☑ Grundwachs dick auftragen, nicht abkratzen
- ☑ Bindung auf niedrigste DIN-Einstellung drehen, Wert notieren
- ☑ Lagerort prüfen: kühl, trocken, dunkel
- ☑ Ski liegend oder im Wandhalter aufbewahren
Im Herbst: So geht’s weiter
Nach der Sommerpause brauchst du nur wenige Schritte: Grundwachs abkratzen, Kanten mit einem feinen Schleifstein kurz entrosten und polieren, frisch einwachsen. Wenn du die Einlagerung richtig gemacht hast, ist das in 30–45 Minuten erledigt.
Genau für diesen Moment lohnt sich ein solider ski-table Skispanner: Kanten und Belag lassen sich nur dann sauber bearbeiten, wenn der Ski bombenfest liegt – ohne Wackeln, ohne Verrutschen.
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